Review: Tom Petty – FINDING WILDFLOWERS

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Review: Tom Petty – FINDING WILDFLOWERS

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Wesen und Magie

Den heiligen Gral gab es für Petty-Jünger im vergangenen Winter mit der Veröffentlichung von WALLFLOWERS & ALL THE REST, einem opulenten Box-Set mit dem Originalalbum, Demos, Live-Mitschnitten und lauter unveröffentlichtem Material. Wer es gern etwas kostengünstiger mag, der kann jetzt zugreifen, denn FINDING WILDFLOWERS (ALTERNATE VERSIONS) bietet ebenjenen Baustein jetzt erstmals außerhalb der Deluxe-Version an. Wer also wissen möchte, wie eines der besten Tom-Petty-Alben entstanden ist, sich entwickelt hat, wie es sich alternativ anhört, der findet hier seinen Segen. FINDING WILDFLOWERS beinhaltet 16 Studio-aufnahmen mit alternativen Takes, unveröffentlichten Nummern und Jams, die spontan im Studio entstanden sind, als Petty zusammen mit Produzent Rick Rubin sowie einem Großteil der Heartbreakers – obgleich es sich hier rein faktisch um einen Soloausflug handelt – im Studio an der Fertigstellung des Albums arbeitete.

Es gewährt einen Blick über die Schulter der Musiker in den Songwriting- und Aufnahmeprozess und lässt einen teilhaben, wie WILDFLOWERS seinerzeit als ganzheitliches Projekt entstanden ist. Co-Produzent Ryan Ulyate hat sich indem Zuge durch 245 Rollen von 24-Spur-Bändern gehört, um so den Entwicklungsprozess der Songs zu ergründen und herauszuarbeiten. Herausgekommen sind dabei neben unterschiedlichen Versionen von Albumtracks wie ›You Wreck Me‹, ›It’s Good To BeKing‹, ›Wildflowers‹ und ›Wake Up Time‹ auch ›Drivin’ Down To Georgia‹, ›Girl On LSD‹ (gab es zuvor nur als Single B-Seite), ›Cabin Down Below‹ (in einer akustischen Version) sowie das zuvor gänzlich unveröffentlichte ›You Saw Me Comin’‹, das schon 1992 entstand, also satte zwei Jahre, bevor WILDFLOWERS erschien.

9 von 10 Punkten

Tom Petty, FINDING WILDFLOWERS (ALTERNATE VERSIONS), WARNER

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