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Grant Lee Buffalo – FUZZY

GrantLeeBuffaloFuzzyVinylEin Kultdebüt für die Ewigkeit: Michael Stipes Album des Jahres 1993.

Als Kernmitglied von Shiva Burlesque vereinte Sänger, Gitarrist und Komponist Grant Lee Phillips Blues, Americana und Psychedelia. Zwei heutzutage rare und gesuchte Alben (SHIVA BURLESQUE, MERCURY BLUES) später bündelte er seine Kreativität mit Shiva-Schlagzeuger Joey Peters und Bassist Paul Kimble neu, benannte das Westküsten-Trio Grant Lee Buffalo und erntete noch vor Veröffentlichung des Debüts FUZZYS im Februar 1993 von allen Seiten Lobeshymnen: „The best album of the year hands down“, urteilte etwa R.E.M.s Michael Stipe selbstlos, sorgte für einige weitere weltweit publizierte Bonmots und nahm den vielversprechenden Nachwuchs schließlich als Support mit auf Tournee. Das stringente Paket Grant Lee Buffalo/R.E.M. passte nicht nur zwischenmenschlich, sondern vor allem auch musikalisch. Denn Grant Lee Buffalo, die sich 1998 nach vier exzellenten Alben trennten und erst 13 Jahre später eine Wieder-vereinigung wagten, bedienten sich prinzipiell aus dem gleichen Stil-Fundus wie ihre Förderer. Mal abgesehen von ›Grace‹, einem sechsminütigen E-Gitarren-Exzess à la Velvet Underground, em-pfiehlt sich FUZZY als ein in weiten Teilen semi-akustisches Folk-Werk mit mancherlei Überrasch-ungen. Dessen hypnotischer Titelsong, der letztendlich den Vertrag mit Slash Records initiierte, erschien zuerst auf Bob Moulds Liebhaber-Label Singles Only. Mit dem Abstand von immerhin 21 Jahren lassen sich den Songs – etwa der Spott-hymne ›American Snoring‹, dem Jazz-Folk-Hybriden ›The Shining Hour‹, dem Bar-Room-Blues ›Dixie Drug Store‹ oder der Laut-Leise-Ode ›Jupiter And Teardrop‹ – noch heute jene Quali-täten nachweisen, die Grant Lee Phillips in einem Interview einst so umschrieb: „Wir besitzen mittlerweile ziemich viel Übung darin Alben zu produzieren, die wie Soundtracks zu nie gedrehten Filmen wirken.“

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